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Das Böllerschießen hat eine lange Tradition. Ein  Erlass durch die Marktgrafschaft Ansbach vom 16.Juli 1696 ist wohl das geschichtlich älteste Zeugnis . Hier wurde unter Strafandrohung verboten, "dass bei Hochzeiten auf dem Land, die Bauern- Kerl und junge Pursch mit allerhand Feuern und Rohren platschen und Freudenschüsse tun".

In der Chronik der Sankt Hubertus Schützenbruderschaft Züschen  1876 e.V. heisst es im Jahre 1925: " Die Jubilare der Bruderschaft stifteten dem Verein Böller zum Böllerschiessen" Die hiergenannten Böller waren  Standböller im Volksmund Katzenköppe genannt. Geböllert wurde bis in die 60.iger Jahre .

 

25.12.2008
Zum Weihnachtsböllern an der Hackelbergkapelle, waren mehr als 100 Zuschauer gekommen. Sie erlebten trotz der niedrigen Temperatur von -8°C und eines rauhen Ostwindes eine wunderbare Akustik von Knall und Echo in den Züscher Bergen.
Dieses Bild erreichte uns bereits am 26.12.08 um 11Uhr per Email und folgender Nachricht:
Vielen Dank für diesen netten Abend. Wir werden noch oft an das Erlebnis mit den Böllerschützen denken.
Unser Dank geht zurück an Birgit und Torsten Schwarting für dieses Bild und natürlich Ihren Besuch bei uns.

 

Menschen haben zu allen Zeiten versucht mit der Erzeugung von Lärm die Geister oder das Wetter zu beeinflussen, dies taten sie anfänglich mit allerlei Geräten u.a. Glocken und Peitschen, wie in unserer Region aus Tradition  in der Hallenberger Osternacht die bis heute erhalten blieb, bis zu dem Zeitpunkt da Schwarzpulver ins Spiel kam.

Die Motivation zum Böllerschießen hat sich im Laufe der Jahrhunderte von dem Wunsch nach rascher Verbreitung von Warnungen, Verbesserung der Wetterlage und der Vertreibung böser Geister, zum Ausdruck besonderer Lebensfreude, zu der feierlichen Untermalung von festlichen Anlässen und zur Ehrung besonders verdienter oder angesehener Mitglieder der Öffentlichkeit und des Schützenwesens  entwickelt. 

Niemand glaubt heute mehr an böse Geister, oder daran das Wetter verbessern zu können indem er ein paar Böllerschüsse zum Himmel schickt. Aber allgemeine große Freude können Böllerschüsse zur Einholung des Schützenkönigs sowie zur Eröffnung von hohen weltlichen und kirchlichen Festen sein. Auch zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Geburtstagsfeiern, Kirchweihfesten, Ehrungen, Fahnenweihen, Beerdigungen, Prozessionen kann geböllert werden.

Ein Böllerschuß ist immer ein Ausdruck der Freude oder einer Ehrerweisung. 

 

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